
Im Herbst 1814 wird Wien zum Nabel der Welt. Alle wollen beim großen Kongress dabei sein, wenn es darum geht, nach dem Sieg über Napoleon ein gerechtes und friedliches Europa zu erschaffen. Oder anders betrachtet: Wenn es darum geht, die Beute aufzuteilen. Jeder will das größte Stück für sich, koste es was es wolle. Es geht um Männer, die in Salons und Boudoirs über das Schicksal ganzer Völker entscheiden, und um Frauen, die im Hintergrund die Strippen ziehen. Es entspinnt sich ein Reigen aus Liebe und Intrige, und das Karussell der Macht dreht sich schneller als die Ballbesucher im Walzertakt.

Eigentlich will der Förster Johann seine Ex-Frau Sophia nur warnen: im Dorf steht man ihrer „Body Farm“, einer forensischen Forschungseinrichtung im angrenzenden Wald, gelinde gesagt abwehrend gegenüber. In der hochsommerlichen Hitze belästigt der Verwesungsgeruch der dort herumliegenden Leichen die ganze Gegend.
Doch kaum am Gelände angekommen, muss Johann erkennen, dass die Dorfbevölkerung wohl das geringste Problem darstellt: ein schnellwachsender Schleimpilz hat die Leichen befallen – und vermag den Toten scheinbar neues Leben einzuhauchen. Für Sophia die Chance auf einen wissenschaftlichen Durchbruch; für Johann das letzte, was er sich für ein Wiedersehen mit Sophia erhofft hatte...

Lucy liebt Philipp und ist nach seinem Burnout sogar mit ihm und dem gemeinsamen Sohn aufs Land gezogen, obwohl das berufliche Einschränkungen für sie bedeutet. Elsa wiederum lebt für ihren Beruf als Sonderermittlerin bei der Polizei, wird jedoch von der Verantwortung für ihren dementen Vater in Atem gehalten. Beide bauen ihre Leben um Männer herum, deren dunkle Seiten sie eigentlich lieber nicht sehen wollen. Eine Geschichte über Lucy und Elsa, über Vertrauen und Täuschungen, über Liebe und Gewalt.